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Hier finden Sie Informationen zu folgenden Themen:

Geschichte des Kaffees
Allgemein zum Thema Kaffee
Kaffee in Zahlen
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Zum Kaffee von RASGUADO
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Geschichte des Kaffees

joerg krieg.jpgDie wildwüchsige Kaffeepflanze hat ihren Ursprung vermutlich in Äthiopien, in einer Provinz namens Kaffa. Manche Quellen behaupten, der Kaffee habe von dieser Provinz auch seinen Namen.
Andere vermuten hinter der phonetischen Ähnlichkeit der Ausdrücke „Kaffa“ und „Kaffee“ einen Zufall. Sie behaupten, das Wort „Kaffee“ sei vom arabischen Ausdruck „Kawah“
(gesprochen: Kachwé) abgeleitet, der nachweislich schon im 10. Jahrhundert für ein pflanzliches Getränk stand.1

Der Legende nach sollen sich in Äthiopien Hirten über ihre Ziegen gewundert haben, die nach dem Genuss von Kaffeekirschen auch nachts noch übermäßig aktiv waren und umhertollten.2
Eine weitere Legende erzählt, wie die Kaffeepflanze nach Arabien gelangte: Sklaven, die auf die Arabische Halbinsel überführt wurden, sollen die Kaffeekirschen dorthin mitgenommen haben.3

Über die Zeit, in der die Kaffeepflanze nach Arabien gelangte und dort zum ersten Mal angebaut wurde, gibt es unterschiedliche Angaben. Wahrscheinlich kann die Zeit um 1400 als grobe Orientierung dienen. Recht sicher ist allerdings, dass der Jemen für den Anbau, die weitere Verbreitung und den Handel zu Beginn eine zentrale Rolle spielte. Handelszentrum war damals die Hafenstadt Mocha (Mokka).4
Pilger sollen die Bohnen auf ihren Reisen in die heilige Stadt Mekka gebracht haben. Damit war die Verbreitung des Kaffees in der gesamten islamischen Welt auf bestem Wege: Muslime pilgerten aus der gesamten Islamischen Welt nach Mekka und von da aus wieder zurück.

Um 1615 brachte Pietro della Valle den Kaffee nach Venedig. Die Verbreitung und der Handel mit Kaffee wuchs von da an auch im gesamten europäischen Raum.5
Da das europäische Klima für die Kaffeeaufzucht ungeeignet ist, versuchten einige Europäer, den Kaffee in ihren Kolonien anzubauen. Eine wichtige Rolle spielte dabei Holland. Um 1700 gelang ihnen der Kaffeeanbau in ihrer damaligen Kolonie auf Java.
Danach erreichte der Kaffee sämtliche europäische Kolonien, beispielsweise in Lateinamerika, Asien und Afrika, wo er auch heute noch angebaut wird.

Heute ist Kaffee, nach Rohöl, die offiziell am meisten gehandelte Ware der Welt.6
1
Vgl. Glania, Guido: Das Welthandelsgut Kaffee
2 Brockhaus
3 Thorn, John: Kaffee
4 Wikipedia, Thorn, Brockhaus
5 Brockhaus
6 vgl. Thorn, Glania



Allgemein zum Thema Kaffee

1. Was ist Arabica?
Als Arabica (lat. Coffea arabica) wird im Allgemeinen Hochlandkaffee bezeichnet. Angebaut wird er auf einer Höhe zwischen 800 m und 2200 m NN. Das Optimum liegt auf einer Höhe zwischen 1200 m und 1800 m NN.
Arabica-Bohnen sind meistens etwas größer als die andere bedeutende Kaffeesorte, die Robusta-Bohnen.
Im Kaffeewelthandel macht der Anteil des Arabicas etwa 65% aus.
(Zahlen: Glania, Guido: Das Welthandelsgut Kaffee / Bild: J.K., Rösterei Hilgenfeld)

2. Was ist Robusta?
robusta.jpg
Als Robusta (lat. Coffea canephora) bezeichnet man in der Regel eine Kaffeesorte, die in tieferen Regionen angebaut wird. Die Höhenlage liegt zwischen 200 m und 700 m, das Optimum zwischen 400 m und 500 m.
Robusta-Bohnen sind in der Regel etwas kleiner als Arabica-Bohnen. Sie werden meistens zum Mischen verwendet.
Im Kaffeewelthandel macht der Anteil des Robustas etwa 33% aus.
(Zahlen: Glania, Guido: Das Welthandelsgut Kaffee / Bild: J.K., Rösterei Hilgenfeld)

3. Sind Robusta und Arabica die einzigen Sorten auf dem Kaffeemarkt?
Nein. Robusta und Arabica machen allerdings mit einem Anteil von etwa 98% den größten Teil aus.
Kaffeesorten wie etwa der Coffea liberica, Coffea abeokutae u.a.m. spielen auf dem Weltmarkt nur eine sehr kleine Rolle.
(Zahlen: Glania, Guido:
Das Welthandelsgut Kaffee)

4. Was hat es zu bedeuten, wenn auf einer Verpackung „100% Arabica“ steht?
Zunächst einmal nicht viel mehr, als das der Inhalt aus 100% Arabica besteht. Arabica ist zwar häufig hochwertiger und auch teurer als Robusta. Es gibt allerdings auch Arabica von niedriger Qualität. Es kommt also auch immer darauf an, um welchen Arabica es sich handelt.


Kaffee in Zahlen

Kaffeepflanze (Coffea)
1. Pflanzenfamilie: Rubiazeen (Rötegewächse), ca. 500 Gattungen, 6000 Arten
2. Ertrag pro Strauch/Baum: ca. 500g Rohbohnen
3. Größe der Kaffeekirsche: ca. 10-15mm Durchmesser, ca. 14-18mm Länge
4. Durchschnittstemperaturen und Anbauhöhe:
Arabica: 17-25 C (Optimum: ca. 18 C) / Anbau: 800-2200m NN (Optimum: ca. 1200-1800m)
Robusta: 20-26 C (Optimum: ca. 24 C) / Anbau: 200-700m NN (Optimum: ca. 400-500m)
(Angaben: 1: Deutscher Kaffeeverband / 2-4: Glania, Guido: Welthandelsgut Kaffee)

Kaffeebohnen
1. Größe der Rohbohnen: ca. 6-7mm Breite, 3-4mm Dicke
2. Gewicht: ca. 0,12-0,14g
3. Verpackungseinheit der Rohbohnen (gängig): 60 kg/Sack
4. Weltproduktion (x1000 Säcke / pro Erntejahr):
2001 2002 2003 2004 2005 2006
108.451 123.752 105.440 117.410 111.114 122.052
(Angaben: 1-3: Glania, Guido: Welthandelsgut Kaffee / 4: ICO (International Coffee Organisation))

Kaffeekonsum
In Deutschland: Durchschnittlich c.a. 165 Liter pro Kopf und Jahr
(Angaben: Brockhaus)

Kaffeehandel
1. Anteile an den Weltkaffee-Importen, 1994
  in 1000 Sack à 60kg in Prozent
Welt insgesamt 69.929 100
Europa 43.089 61,6
-Deutschland 14.002 20,0
-Italien 4.507 6,4
-Belgien / Luxenburg 3.966 5,7
-Frankreich 2.894 4,1
-Niederlande 2.255 3,2
-Spanien 2.133 3,1
-Großbritannien 2.064 3,0
-Ehem. Sowjetunion 1.408 2,0
-Polen 1.289 1,8
-Finnland 1.074 1,5
USA 12.616 18,0
Japan 5.548 7,9
Sonstige Staaten 8.676 12,4

2. Anteile an den Weltkaffee-Exporten, 1994/1995
  in 1000 Sack à 60kg in Prozent
Welt insgesamt 63.711 100
Lateinamerika 41.767 65,6
-Brasilien 16.567 26,0
-Kolumbien 9.326 14,6
-Guatemala 3.448 5,4
-Mexiko 3.253 5,1
-Costa Rica 1.747 2,7
-El Salvador 1.659 2,6
Afrika 11.387 17,9
-Uganda 2.357 3,7
-Elfenbeinküste 2.222 3,5
Äthiopien 1.320 2,1
-Kenia 1.300 2,0
Asien 10.557 16,6
-Indonesien 3.353 5,3
-Vietnam 3.188 5,0
-Indien 1.706 2,7
-Thailand 1.209 1,9

(Angaben: 1,2: Glania, Guido: Welthandelsgut Kaffee)


Tips für die Zubereitung von Espresso

Die Zubereitung von Kaffee ist eine Kunst, über die sich die Geister streiten. Das heißt, die Meinungen über die perfekte Zubereitung gehen stark auseinander. Trotzdem hier ein paar Eckdaten für die Zubereitung von Espresso mit Hilfe einer Siebträgermaschine:

7g pro Tasse Espresso; das Wasser sollte eine Temperatur zwischen 92C und 98C haben; die Durchlaufgeschwindigkeit liegt etwa bei einer Sekunde pro Milliliter; Siebträger und Tassen vorwärmen.

Beim Anpressdruck des Kaffeemehles im Siebträger reichen die Meinungen von gar nicht anpressen, bis hin zu einem sehr hohen Druck. Vermutlich ist es erst einmal ratsam, mit einem mittleren Anpressdruck zu beginnen.

Ist das Ergebnis nicht zufrieden stellend, können manche Fehler anhand des Kuchens im Siebträger ausgemacht werden: 
espressokuchen
In unserem Beispiel (siehe Bild) scheint das Wasser einigermaßen gleichmäßig verteilt gewesen zu sein. Allerdings deuten der Abdruck in der Mitte und der ringförmige Abdruck außen an, dass etwas zu viel Kaffeemehl im Siebträger war: Der Kaffee hat die Brühgruppe berührt, was eigentlich nicht sein sollte... 

Noch ein paar Tipps zur Fehlerbehebung:

Der Kaffee läuft zu schnell. Mögliche Gegenmaßnahmen:
- Versuchen Sie, den Mahlgrad zu erhöhen.
- Verwenden Sie etwas mehr Kaffeemehl

Der Kaffee läuft zu langsam. Mögliche Gegenmaßnahmen:
- Versuchen Sie, den Mahlgrad zu verringern.
- Verwenden Sie etwas weniger Kaffeemehl

Der Kaffee schmeckt verbrannt. Mögliche Gegenmaßnahmen:
- Stellen Sie die Wassertemperatur Ihrer Maschine niedriger.
Wenn das nicht möglich ist:
- Lassen Sie das Wasser kurz vor dem Brühvorgang ein paar Sekunden vorlaufen.
-Achten Sie darauf, dass der mit Kaffeepulver gefüllte Siebträger nicht zu lange an der Brühgruppe hängt. Damit verringern Sie die Gefahr, dass der Kaffee am heißen Brühkopf verbrennt.

Generell gilt natürlich: Verändern Sie die einzelnen Parameter so, dass Ihnen der Espresso am besten schmeckt! Probieren geht eben manchmal über studieren...